Chile Reisen
Die Präsidialrepublik Chile ist ein sehr langgestrecktes Land (ca. 4500 km) in sehr geringer Breite (ca.180 km mittlere Breite) im Westen Südamerikas. Chile grenzt im Norden an Peru, im Osten an Bolivien und Argentinien, im Westen und Süden an den Pazifischen Ozean. Die Landesfläche beträgt ca. 757 000 qkm, die Einwohnerzahl liegt bei ca. 16 Millionen.
Die Atacama Wüste im Norden zählt zu den Gebieten mit den weltweit geringsten Niederschlägen und trockenem Klima. Im Hinblick auf die Nord-Süd-Ausdehnung des Landes befinden sich der sehenswerte Hafen von Valparaiso sowie die Hauptstadt Santiago de Chile genau in der Mitte des Landes. Diese liegt in einem geschützten Tal zwischen der Küstenkordillere (bis 2500 m hoch) im Westen und den hohen Anden (Hochgebirgskordillere, ca. 7000 m hoch) im Osten des Landes.
Die höchste Erhebung ist der Aconcagua mit 6960 m. In diesem fruchtbaren, 880 km langen Tal befinden sich Chiles wichtigste Weinbaugebiete sowie die meisten Industriebetriebe und urbanen Städte (Santiago, Vina del Mar, Valparaiso, Concepcion). Dort leben ca. 60% der Einwohner. Das Klima hier ist gemäßigt. Im südlichen Teil des Landes löst sich die Küstenkordillere in eine Vielzahl von Inseln, Archipelen und Fjorden auf. Im äußersten Süden herrscht ein kaltes, feuchtes Klima.
Nach zwei Jahrzehnten Herrschaft durch die Militärjunta unter A. Pinochet gab es 1989 Präsidentschaftswahlen einschließlich der Rückkehr zu einer demokratischen Regierungsform. Heute zählt Chile als wirtschaftlich fortschrittlichste Demokratie Südamerikas und gilt als weltweit größter Kupfererzeuger.
Die Amtssprache in Chile ist Spanisch, die Währung heißt "Chilenischer Peso/ Centavos". Die Lebenserwartung der Menschen in Chile liegt bei durchschnittlich 76,1 Jahre, die Alphabetisierung bei ca. 95 %. Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus 95 % Europäern und Mestizen, 3 % Indianern und 2 % sonstiger Herkunft. 89 % der Menschen sind katholisch und 11 % gehören den Protestanten an.